Die Sache mit dem Mohn, dem Unkraut und der Motivation

Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass ich bereits einmal über mein Mohnprojekt auf einer Ecke von Christofs Land berichtet habe. Damals hatte ich ja in einem Anflug von Jät-Laune begonnen, das Mohnfeld – oder mindestens eine Ecke davon – von Unkraut zu befreien. Damals habe ich ziemlich schnell wieder das Handtuch geworfen. Denn erstens waren die Pflänzchen noch so klein, dass sie sehr schnell mit dem Unkraut ausgerissen wurde. Zweitens war das Wetter damals noch nicht so supi. Dann wurde es wieder kalt und dann sehr warm und der Gemüsegarten musste gerichtet werden, zwischendurch noch Brötchen verdienen und so. Und das Mohnfeld wurde von mir verdängt. Aktiv. Denn ich wusste genau, dass da noch RICHTIG Arbeit auf mich wartet. Und das ist noch untertrieben.

Das Stückchen Mohnfeld, das ich damals von Unkraut befreit hatte sah gestern noch so aus,…

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…deswegen weiss ich jetzt auch, dass sich Schlafmohn und Hirtentäschel im Frühstadium verdammt ähnlich sehen. Eine Frechheit, so etwas! ;o) Von den vielen Pflänzchen, die ich damals so liebevoll von Unkraut befreit habe, waren nur gerade drei Mohn. *grummel*

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Diese Verwechslung passiert mir bestimmt nicht mehr!!! :o) Der restliche Acker sah übrigens noch einiges schlimmer aus, als diese Ecke. Deshalb beschloss ich, unten mit Jäten anzufangen…da, wo das Unkraut nicht ganz so dicht gewachsen ist.

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Und so sahen rund 60 m2 nach gut vier Stunden Unkraut zupfen aus…mit dem entsprechenden Unkrautberg. *ächz*

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Heute war nicht nur mein Rücken am A…, sondern auch meine Motivation – so ein bisschen. Doch mein gärtnerischer Ehrgeiz zwang mich dann doch dazu, mich wieder mit Stichel und Eimer zu bewaffnen, um den nächsten Quadratmetern zu Leibe zu rücken. Nicht gerade motivationsfördernd waren die Kommentare von Christof: «Also mindestens den oberen Teil würde ich mulchen und etwas anderes pflanzen, da sind ja gar keine Mohnpflanzen zu sehen» und von Christofs Mutter: «Den Acker würde ich kehren.» *bah*, alles Ignoranten. ;o) Zugegeben, beim oberen Teil bin ich selber fast schwach geworden, aber schaut selber:

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Wo ist denn der Mohn geblieben? Aber so schnell gebe ich mich nicht geschlagen. Also auch dort voll rein…

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…und siehe da: so viel Mohn! :o) Also nix mit Mulchen!!!

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Auch heute hat sich wieder ein Unkrautberg mit beachtlicher Dimension angehäuft.

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Was meinen Rücken betrifft, so weiss ich noch nicht, wie ich morgen aus dem Bett klettern will. Aber das wird sich zeigen. Auf jeden Fall habe ich nach dem Jäten (heute 5 Stunden) noch eine Weile die schöne Abendstimmung genossen – gemeinsam mit Zingaro, der mich auf seine unverwechselbare Art bei der Arbeit unterstützt hat. ;o)

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Eins ist klar, wenn sich dieses kleine Mohnfeld noch irgendwie rentieren sollte, so würde ich um die Produktion von Opiaten nicht drumrum kommen. ;-) Aber es ist ja einstweilen nur ein Anbau-Versuch – Trial and Error inklusive. Und das Produkt (sollte es denn überhaupt einen Ertrag geben) ist dann nicht nur Bio, sondern hat auch noch einen unvergleichlich tollen ökologischen Fussabdruck…

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3 Kommentare

  1. Tja und mit dem reifen Mohn, kannst du dann eventuell die Rückenschmerzen in den Griff bekommen :)
    Aber im Ernst, die Berge Unkraut schauen eindrucksvoll aus. Mein Kompliment !

    Gefällt mir

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